Regenbogen

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Regenbogen

Im Jahre 1978 wurde die Regenbogenflagge von einem gewissen Gilbert Baker in San Francisco entworfen. Er stellte sie mit sechs Farbstreifen her, die die Farben des Regenbogens darstellen sollten als Symbol des Stolzes der SchwuLesbischen Familie. Langsam hat sie sich durchgesetzt als farbenprächtigere und optimistischere Alternative zum bis dahin weiter verbreiteten "Rosa Winkel". Heute wird die Flagge vom "International Congress of Flag Makers" offiziell anerkannt und bei schwul-lesbischen Paraden weltweit gezeigt. 1989 erregte die Regenbogenflagge in ganz Amerika Aufsehen, als John Stout seinen Vermieter in West Hollywood erfolgreich verklagte, nachdem dieser ihm verboten hatte, die Flagge vom Balkon seines Appartements aus zu zeigen. "The Rainbow Flag" heißt ein vielzitierter Artikel von Steven W. Anderson, der im GAZE Magazine (Minneapolis), #191, 28. Mai auf Seite 25 erschienen ist: "Farbe hat beim Ausdruck des Stolzes in unsere Familie schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Im viktorianischen England beispielsweise war die Farbe grün die Farbe der Homosexualität. Violett (oder genauer: lavendel) avancierte schließlich in den späten 60ern zum Symbol des Stolzes, daher war "Purpe Power" ein oft gebrauchtes Schlagwort der Schwulen in den Jahren kurz nach der Schlacht im Stonewall Inn in der Christopher Street in New York.

Dann ist da natürlich noch der "Rosa Winkel". Ursprünglich verwendet zur Kennzeichnung der Schwulen in den Konzentrationslagern der Nazis, konnte sich der "Rosa Winkel" als schwules Pop-Art-Symbol nur in den frühen 80er Jahren durchsetzen. Aber das farbenprächtigste aller unserer Symbole ist die Regenbogenflagge - ihr Regenbogen der Farben repräsentiert durch Rot-Orange-Gelb-Grün-Blau-Violett die Vielfalt der schwulen Familie." Die erste Regenbogenflagge war ein Auftrag für einen örtlichen Aktivisten, der ein Symbol für die schwule Gemeinschaft suchte. Dies war noch, bevor der "Rosa Winkel" eine weitere Verbreitung als ein solches Symbol erfuhr. Gilbert Baker ließ sich durch die fünfgestreifte "Flag of Race" inspirieren und kreierte eine Fahne mit acht Streifen: Pink, Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigoblau und Violett. Baker zufolge sollten sie jeweils stehen für: Sexualität, Leben, Heilung, Sonne, Natur, Kunst, Harmonie und Geist. Ganz im wahren Geist von Betsy Ross färbte er den Stoff mit selbstgemischten Farben und nähte seine Fahne eigenhändig zusammen. Schon bald wandte sich Baker zwecks Serienproduktion und Vermarktung an die Paramount Flag Company in San Francisco. Dabei stellte sich heraus, dass das selbstgemischte "Hot Pink" nicht kommerziell verfügbar war und damit die Massenproduktion der achtstreifigen Flagge unmöglich war. So hat man den rosa Streifen einfach weggelassen und die Flagge auf sieben Streifen reduziert. Im November 1978 war die schwule Gemeinschaft in San Francisco wie benommen nach der brutalen Ermordung von Harvey Milk, der wohl der erste offene schwul - lebende Angehörige eines Stadtrates war.

Mein Tip hierzu: die DVD "Milk". Erschienen 2009 bei Highlight Video (EAN 4011976857785).

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